An das Plenum Universität Regensburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Dienstag dieser Woche hatten wir eine erfolgreiche Veranstaltung zum Thema Finanzierung der Universitätsbibliothek. Die Diskussion fand ich sehr anregend.
Im Anschluss an die Diskussion einigte ich mich mit einem Ihrer Mitstreiter darauf, dass wir im Hinblick auf die Pressearbeit gemeinsam vorgehen würden. Leider wurde Ihrerseits diese Absprache nicht eingehalten. Als ich am nächsten Morgen an die Universität kam wurde ich bereits von Kollegen mit Ihrer Formulierung über meine Intentionen konfrontiert, die durch Sie an die Öffentlichkeit gegeben wurden, die ich aber in dieser Form nicht mittragen konnte.
Ferner wurde ich mit Ihrer Einladung zu einem „Bayernweiten Treffen“ konfrontiert, in dem angekündigt wurde, dass die Anwesenden u.a. mit der Hochschulleitung würden diskutieren können. Darin schrieben Sie u.a.: „Am 23. 12. wurden wir rausgeworfen…“. Ich möchte dieser Darstellung entschieden widersprechen: Wir einigten uns friedlich, ohne Einwirkung der Polizei o.ä., dass wir alle zu Weihnachten nach Hause gehen. Ich erinnere an die entspannte Atmosphäre, als wir dann alle schließlich ins Fest gingen. Von „Rauswurf“ kann keine Rede sein. Ferner können Sie den H 2 für Ihre Arbeit verwenden. Bayernweite Treffen sind bitte mit der Hochschulleitung im Vorfeld zu klären.
Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass wenn Sie sich nicht an Absprachen halten (vgl. den ersten o.g. Punkt) bzw. Formulierungen verwenden, die den Gegebenheiten nicht entsprechen (wie im 2. Punkt) Sie mir in den Rücken fallen. Viele KollegInnen innerhalb der Universität hätten Sie gerne in der Tat rausgeschmissen gesehen, und beäugen meine Gesprächsbereitschaft mit Ihnen kritisch. Wenn Sie mir auf diese und ähnliche Weise das Leben unnötig schwer machen, so wird für mich die Zusammenarbeit unmöglich.
Deshalb hat das Rektorat entschieden, keinen Vertreter zum heutigen Vortrag zu schicken. Mit Frau Dietl habe ich entsprechend gesprochen, die Moderation werden die Herren Witte bzw. Müller übernehmen. Die Pläne für weitere inhaltliche Gespräche habe ich auf Eis gelegt; nächste Woche findet kein Vortrag statt. Alles weitere dazu werden wir bei der Lagebesprechung am kommenden Montag behandeln.
Schließlich erinnere ich daran, dass Ihnen der H2 bis 24 Uhr zusteht und eine Übernachtung auf dem Gelände der Universität nicht gestattet ist. Mir ist zu Ohren gekommen, dass einige von Ihnen planen, die Nacht vom 04. auf den 05. Februar 2010 dennoch an der Universität zu verbringen. Seien Sie versichert, dass das Sicherheitspersonal angewiesen ist, gegen etwaige Verstöße gegen die Vereinbarung entsprechend vorzugehen. Das würde das Ende jeglicher Gesprächsbereitschaft meinerseits bedeuten.
Zuletzt bitte ich, den H2 wieder in einen Zustand zu bringen, der eines Hörsaals einer Universität würdig ist. Mit den vielen darin herumstehenden Objekten wirkt er nicht so.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Thomas Strothotte








Kommentare
Das ganze ist irgendwie nur noch eine Farce und gleicht einem Mickey-Maus-Detektivclub-Gespiele.
Widerstand gegen herrschende Verhältnisse sieht anders aus, wahre Gesprächsbereit schaft der HL auch.
hier wird alles ganz gut beschrieben :)
und naja nicht "an verhandlungen glauben" ist das eine... aber dann einfach wiederbesetzen ohne damit was zu erreichen und uns somit die basis fürn sommer zu verbaun ist das andere.
immerhin gibt es gespräche mit der HL , auch wenn die nur übern senat/konvent/asta laufen...aber es sind gespräche. verglichen mit anderen universitäten sind wir ziemlich weit und meiner meinung nach sollten wir auf dieser guten grundlage im sommer aufbaun und weitermachen. nur weil wir innerhalb der nächsten zwei wochen nichts erreichen oder ihn nicht sofort zu verhandlungen zwingen können sollten wir uns nicht alles verbaun...
der bildungsstreik ist ein langfristiger prozess, daher sollten wir auch langfristig denken!
daher keine wiederbesetzung saktionen oder ähnliches..
auch wenn es so rüberkommt als würden wir uns alles gefallen lassen. so nun kann auf mich eingeprügelt werden ;)
mfg a.h. aka leblööö
Er das alles macht, weil er euch/uns weiter verarschen will...
Er findet immer irgendeinen Grund warum er nicht kann...
Er sagt zu Terminen zu an denen er eine Urlaubsreise antritt...
Ich packs einfach nicht, dass hier manche immer noch an Verhandlungen glauben...
Wir müssen uns nun überlegen wie wir weiterverfahren und ob wir uns auf dieses dauernde Mutter - Kindspiel wie es in r_digital so schön heißt wirklich einlassen sollen (dies sage ich jetzt ohne meine Meinung zu diesem Thema kundzutun).
Auf jeden Fall sollten wir den Rektor bei der nächsten Lagebesprechung auf dieses Verhalten ansprechen und dieses auch kritisieren, denn es kann auch gut sein dass wir dann mal keinen Bock mehr haben zu reden!!!
Wir sollten ihm aber auch erklären wie dies mit der PM zustande kam, dass dies einfach unglücklich gelaufen ist und der Veröffentlicher ihm und den MitstreiterInne n mit denen er die Vereinbarung getroffen hatte nicht vorgreifen wollte.
Ich stimme dir weitgehend zu. Eine wichtige Korrektur habe ich allerdings: Der ursprüngliche Text auf der Homepage war keine Pressemitteilun g, sondern der nach jeder Veranstaltung bisher übliche kurze Absatz mit einer Zusammenfassung des Inhalts durch AG Infostand + AG Technik. Da die Veranstaltung öffentlich war, haben wir es nicht für nötig gehalten, die Äußerungen des Rektors irgendwie abzuändern. Leider wurde uns die Absprache zwischen unserer AG Presse und der Pressestelle der Uni auch erst am nächsten Tag bekannt, daher konnten wir uns auch gar nicht daran halten. Genau genommen müsste unser Text sogar mit ziemlicher Sicherheit schon online gewesen sein, als die AG Presse diese Absprache traf, natürlich ohne deren Wissen. Dadurch war über Nacht bis ca. 11 Uhr morgens der nicht abgesprochene Text online.
Normalerweise würde man so etwas wohl unter "dumm gelaufen, machen wir rückgängig" verbuchen, hätte der Rektor nicht auf die bekannte Art reagiert.
Nun haben wir das gleiche gemacht und wundern uns über die wahrscheinlich voreilige Reaktion seitens der HL.
Meiner Meinung nach sieht eine gemeinsame Zusammenarbeit keine Alleingänge gegenüber der Presse vor, sondern vielmehr eine gemeinsame Strategie für das präsentieren unserer Ziele und Aktionen in der Medienwelt.
Wie viel die Annäherung am Dienstag wert war können wir erst in einigen Wochen begutachten, besonders da wir uns nun wieder entzweit haben. Deshalb sollte mit voreiliger Kritik momentan noch sparsam umgegangen werden.
Sorry bin schon total müde, aber musste das noch los werden.
Wie wäre es, wenn sich die Hochschulleitun g darum bemüht, die gesamte Universität in einen Zustand zu bringen, der einer Universität würdig ist? Ich habe heute ohne genau nachzusehen 5 Stellen im ZH gesehen, in denen es IN das Gebäude hinein regnet!!!
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